Leistungen

Zu den Arten der Glasreinigung gehören

Einfache Glasreinigung

Die einfache Glasreinigung beinhaltet lediglich das Einwaschen mit einem handelsüblichen Lappen, das Vor- und Nachledern und das Polieren einer Glasfläche.

Glasreinigung mit Rahmenwäsche

Zusätzlich zur einfachen Glasreinigung wird der umgebende Rahmen mittels Tuch oder Schwamm abgewaschen und anschließend abgeledert. Um den Schutz der Rahmenoberfläche (Farbe, Material) zu gewährleisten, sind möglichst neutrale Reinigungsmittel (Seifen) zu verwenden.

Schaufensterreinigung

Im Gegensatz zur einfachen Glasreinigung verwendet man bei der Schaufensterreinigung zum Lösen des auf der Scheibe befindlichen Schmutzes einen Einwascher (Strip). Anschließend wird die Reinigungsflüssigkeit sowie die vorhandene Schmutzflotte mit dem Wischer abgezogen. Wasserrückstände an Rahmenkanten sind mittels Lederlappen zu entfernen bzw. zu polieren.

Besonderheiten

Einwaschen:
immer von unten nach oben vornehmen
Abziehen:
vom linken bzw. rechten Rand zur Scheibenmitte in Schleifenform durchführen

Etagenarbeiten

Etagenreinigungen werden mit Hilfe von Leitern, Gerüsten, Fassadenliften oder Hubgerüsten (Steiger) an nicht zu öffnenden Glasflächen bzw. Glasfassaden durchgeführt. Gesonderte Beachtung finden hierbei aktuelle Nachweise von Funktionsüberprüfungen (TÜV-Prüfungen) der technischen Ausrüstung zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit.

Glasbaureinigung

Glasbaureinigungen beinhalten die Reinigungen von Glasflächen und Rahmenkonstruktionen nach Fertigstellung eines Neubaus oder einer Sanierungsmaßnahme.

Besonderheiten

Das Einwaschen erfolgt meist unter Verwendung von chemischen Hilfsmitteln, um Schmutzkrusten wie Mörtelspritzer, Farbflecke, etc. aufzuweichen. Nach der Einwirkzeit wird nochmals eingewaschen und verbliebene Verschmutzungen mit mechanischen Hilfsmitteln (Glashobel) beseitigt.

Glasdachreinigung

Glasdachreinigungen sind umfangreiche Reinigungen, die das Entfernen von Schmutz, Rost, Ruß, Fett, Laub, Moos, Vogelkot beinhalten. Mehrheitlich sind bei der Durchführung von Glasdachreinigungen aggressive Reinigungsmittel notwendig, um der Reinigungsaufgabe gerecht zu werden.

Möglichkeiten der Sonderreinigung

Sonderreinigungen sind Reinigungen, die angewandt werden, um unerwünschte Substanzen von der zu bearbeitenden Oberfläche abzutragen. Sie können durchgeführt werden, wenn

  • die Verschmutzung durch die laufende Unterhaltsreinigung nicht zu beseitigen ist,
  • die Flächen seit geraumer Zeit nicht oder nur ungenügend gereinigt wurden,
  • eine Verschmutzung durch Vandalismus (Graffiti) gegeben ist oder
  • die Reinigung nach erfolgten Baumaßnahmen (Bau-, Bauzwischen-, Bauschlußreinigung) erfolgen soll

Arten der Sonderreinigung

Zu den Sonderreinigungen gehören:

  • Pflegefilmsanierung, Nassscheuern oder Nassgrundreinigung von Bodenflächen wie Linoleum, PVC, Gummibeläge, Stein- und Keramikböden,
  • Grundreinigung von Holzböden (Parkette)
  • Shampoonieren, Extrahieren oder Detachieren von textilen Belägen,
  • Grundreinigung von Ausstattungsgegenständen (Wände, Säulen, Aufzüge, Ledergarnituren, etc.)
  • Graffittibeseitigung
  • Küchenreinigungen
  • Bau-, Bauzwischen- und Bauendreinigung (Baufeinreinigung)

Grundreinigung von Wasserfesten Belägen - PVC, Linoleum oder Gummibelägen

Nassscheuern

Das Nassscheuern ist eine manuelle Fußbodenreinigung mit Borstenerzeugnissen oder Reinigungspads zur Beseitigung hartnäckig haftender Verschmutzungen. Hierbei kann zwischen drei verschiedenen Möglichkeiten des Nassscheuerns gewählt werden:

  • Manuelles Nassscheuern
    • wenn die zu reinigenden Flächen für Maschinen nicht zugänglich sind,
    • zum Einsatz kommen Schrubber, Reinigungs-Handpads evtl. in Verbindung mit Padhalter,
    • je nach örtlicher Gegebenheit wird die Schmutzflotte mit Wasserschieber, Nasssauger oder Reinigungstextilien aufgenommen,
    • vom Belag gelöste Schmutzrückstände können durch Nasswischen beseitigt werden (QMA-Nr.: 09-A02).
  • Manuelles Nassscheuern mit Scheuermaschinen
    • erfolgt bei größeren Flächen mit Scheuermaschinen unter Verwendung von geeigneten Bürsten oder Reinigungspads,
    • zum Einsatz kommen Einscheibenmaschinen, Dreischeibenmaschinen und Maschinen mit Walzenbürsten in Verbindung mit geeigneten Reinigungsmitteln,
    • das Schmutzwasser wird mit Wasserschieber, Reinigungstextilien oder Nasssaugmaschinen aufgenommen,
    • vom Belag gelöste Schmutzrückstände können durch Nasswischen beseitigt werden.
  • Maschinelles Scheuersaugen (Automatenreinigung)
    • erfolgt mit Scheuersaugmaschinen (Bodenreinigungsautomaten), insbesondere bei größeren Flächen,
    • man kann in einer Arbeitsstufe gleichzeitig den Fußboden mit Borstenerzeugnissen oder Pads scheuern und die losgelösten Schmutzreste durch Nasssaugen in einen Schmutzwassertank befördern,
    • durch die rasche Trocknung ist der Fußboden schon nach kurzer Zeit begehbar,
    • in den Reinwassertank der Scheuersaugmaschinen nur schaumarme Reinigungsmittel geben.

Bei Verwendung von Grundreinigern ist der Boden mit klarem Wasser (Neutralisation) nachzuwischen!

Nassgrundreinigung

Die Nassgrundreinigung beinhaltet neben den unter Punkt 2.2.1 Abschnitt Nassscheuern genannten Arbeitsmethoden das Beschichten (Auftragen einer Polymerschicht oder einer vernetzten häufig metallvernetzten Pflegefilmschicht) des Bodenbelages.

Arbeitsstufen bei der Grundreinigung:

  • Entfernen des Mobiliars,
  • Beseitigung von Grobschmutz,
  • Auftragen des Grundreinigers,
  • Einwirkzeit des Grundreinigers,
  • manuelles und/ oder maschinelles Scheuern (Ecken und Kanten),
  • Beseitigung der Schmutzflotte vom Belag,
  • Nasswischen mit klarem Wasser (Neutralisation),
  • ggf. nach Trocknung Pflegebehandlung (Beschichten) mit 2-3 Aufträgen
  • Arten von Holzböden
    • Dielenboden: wird aus weichen Hölzern (Fichte, Tanne, Kiefer) hergestellt
    • Parkettboden: wird aus harten Hölzern hergestellt (Eiche, Buche) z.B. Fertigparkett, Mosaikparkett, Riemenparkett, Lamellenparkett, Intarsienparkett, Tafelparkett
    • Holzpflasterboden: werden meist nur für repräsentative Zwecke verlegt
    • Holzfaser- und Holzspanplatten

Holzböden sind sehr feuchtigkeitsempfindlich. Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen (aufquellen) und abgeben (Rückschwinden); die Reinigung sollte daher mit möglichst wenig Wasser durchgeführt werden.

Grundreinigung von Holz- und wasserempfindlichen Böden

Vorbereitend auf die Grundreinigung muss der Boden gekehrt oder abgesaugt werden. Das Feuchtwischen erfolgt mit gut entwässerten Reinigungstextilien (nebelfeucht). Starke Verschmutzungen bzw. Bauverschmutzungen mit einem Grundreiniger (pH < 9,5) vorbehandeln und mit einer Einscheibenmaschine und mit einem kratzfreien (weißen Pad) entfernen. Auch dabei ist auf eine möglichst geringe Verwendung von Feuchtigkeit zu achten. Im Anschluss kann in der vom Hersteller empfohlenen Weise ein Wischpflegemittel (wasserlösliche Polymere oder auf Wachsbasis) aufgetragen werden. Es ist empfehenswert, das Wischpflegemittel im Cleanerverfahren auf den gereinigten und/oder neu verlegten Belag aufzutragen oder aufzusprühen und die Pflegesubstanzen mit einer High-Speed-Maschine so zu verdichten, dass sofort ein strapazierfähiger Pflegefilm entsteht, der die nachfolgende Unterhaltsreinigung (Nebelfeucht wischen) erleichtert und den Belag vor mechanischen Einflüssen (Gehspuren, Absatzstriche, etc.) schützt.

Die Umweltbelastung, die durch eine herkömmliche Nassgrundreinigung entsteht, ist oft durch eine Pflegefilmsanierung vermeidbar !

Pflegefilmsanierung

Bei einer Pflegefilmsanierung sollen abgenutzte Pflegefilme bzw.solche Pflegefilme, die die Optik beeinträchtigen, so bearbeitet werden, dass die optischen Eigenschaften und die Nutzeigenschaften verbessert werden. Ziel einer Pflegefilmsanierung ist es, auf eine umweltbelastende und kostenintensive Grundreinigung zu verzichten bzw. diese im Intervall hinauszuschieben.

Je nach Art der Pflegesubstanz ist auch die Sanierung unterschiedlich:

  • Pflegefilme, die aus weichen Rückständen bestehen (Seifenrückstände, wasserlösliche Polymere, Wachse, etc.) werden nach der Cleanermethode saniert, d.h. auf den zu bearbeitenden Boden wird eine Wischpflege aufgetragen oder aufgesprüht und mit einer High-Speed-Maschine so verdichtet, dass sofort ein strapazierfähiger Pflegefilm entsteht, der die nachfolgende Unterhaltsreinigung (Nebelfeucht wischen) erleichtert und den Belag vor mechanischen Einflüssen (Gehspuren, Absatzstriche, etc.) schützt.
  • Pflegefilme, die aus harten Rückständen bestehen (Polymerdispersionen) werden durch eine Spezialmethode saniert

Arbeitsstufen bei der Spezialmethode

  • aufliegenden Schmutz (Staub, Grobschmutz) und haftenden Schmutz (Getränkeflecken) vom Belag entfernen (z.B. Feuchtwischen),
  • Oberfläche des Belages vollflächig oder partiell (nur an abgenutzten Stellen) mit einer Einscheiben- maschine und Pad mit grobem Abrieb (je nach Belagsart grüne, braune oder schwarze Padscheibe) anschleifen, so dass eine gleichmäßige Mattierung entsteht,
  • restlichen Staub mit einem Feuchtwischgerät entfernen,
  • Polymerdispersion mit einem Breitwischbezug auftragen,
  • nach der Trocknungszeit (ca. 20 Minuten) neuen Pflegefilmauftrag mit dem übrigen Pflegefilm der Restfläche durch Polieren mit einem Polierpad (beige, rot) und einer Einscheibenmaschine oder High-Speed-Maschine optisch egalisieren.

Voraussetzungen zur Durchführung der Pflegefilmsanierung

  • leistungsfähige Einscheibenmaschine, die im wesentlichen folgende Merkmale aufweist:
    • hohe Nennleistung z.B. 2000 Watt; daraus resultiert ein hohes Drehmoment,
    • hohes Gewicht (< 50 kg),
    • hohe Drehzahl (400 bis 700 Upm),
    • Absaugungseinrichtung (Excel-Maschine)
  • relativ ebener Bodenbelag

2.2.3 Grundreinigung von Stein- , Keramik- und Betonböden

Stein, Naturstein

Der Verwendungszweck von Naturstein hängt von seinen Eigenschaften ab. Vor allem ist das Gefüge von Bedeutung. Harte und porige Natursteinplatten sind für Bodenbeläge im Freien geeignet; weiche und raue Naturwerksteinplatten sind dagegen für die Verwendung im Freien ungeeignet, da sie den Witterungseinflüssen nicht gewachsen sind. Naturwerksteine gibt es mit polierter und mit rauer Oberfläche.

Besonderheiten von Naturwerksteinen

Aufgrund der mineralen Zusammensetzung können an der Oberfläche durch Feuchtigkeits- und Luftsauerstoffeinwirkungen im Laufe der Zeit farbige Stellen entstehen. Eindringende, leicht lösliche Salze können zudem bei porösen Steinen Ausblühungen hervorrufen.

Die Reinigung von Naturwerksteinen mit polierter Oberfläche erfolgt nach vorherigem Entfernen von aufliegendem Grobschmutz (Kehren, Absaugen) durch Nassscheuern. Es ist darauf zu achten, dass keine Kratzer entstehen. Soll das glänzende Aussehen erhalten bleiben, sollte auf die Wirkung von Pflegefilmen verzichtet werden. Zur Reinigung eignen sich besonders Alkoholreiniger in der Anwendungskonzentration 1:400 . Alkoholreiniger verhindern bei richtiger Anwendung und Konzentration sichtbare Wischspuren.

Die Reinigung von Naturwerksteinen mit rauher Oberfläche erfolgt nach vorherigem Entfernen von aufliegendem Grobschmutz (Kehren, Absaugen) durch Nassscheuern. Zur Einpflege verwendet man ein Wischpflegemittel (seifenhaltig oder mit wasserlöslichen Polymeren). Werden jedoch auf porösen Böden Wischpflegemittel eingesetzt, dunkeln diese nach. Ist der Effekt unerwünscht, muss auf die Wischpflege verzichtet werden. Zur Reinigung eignen sich dann Alkoholreiniger. Sie sind auch für die Reinigung von Quarzitbelägen empfehlenswert, um die kristalline Struktur durch Pflegerückstände nicht zu beeinträchtigen.

Keramik

Für Böden aus Keramikfliesen können

  • glasierte
  • unglasierte und
  • unglasierte Keramikfliesen mit rutschhemmenden Eigenschaften

verwendet werden.

Glasierte Keramikfliesen sind Tonwaren, die mit einer Glasur überzogen sind. Die Oberfläche ist hochglänzend und glatt. Die Grundreinigung glasierter keramischer Fliesen erfolgt durch das Nassscheuern. Bei einer Reinigung mit sauren Mitteln werden (z.B. Sanitärbereich) müssen Belag und Fliesenwände zum Schutz der säureempfindlichen Fugen vorgewässert und danach mit klarem Wasser gut nachgespült werden. Geringere Verschmutzungen sind mit einem Allesreiniger (Allzweckreiniger) zu beseitigen. Glasierte Fliesen benötigen keine Pflegesubstanzen. Eine Überdosierung von Reinigungsmitteln hat nach dem Auftrocknen ein starkes Geschmiere zur Folge.

Unglasierte Keramikfliesen besitzen eine eher poröse und rauhe Oberfläche. Sie werden im Gegensatz zu glasierten Keramikfliesen nur einmal gebrannt. Bei der Erstreinigung erfolgt die Zementschleierentfernung durch Nassscheuern unter Verwendung eines sauren Zementschleierentferners. Zum Schutz der kalkgebundenen Fugen muss vor- und nachgewässert werden. Die Grundreinigung ist analog glasierte Keramikflächen mittels Seifenreiniger oder Wischpflegemittel mit wasserlöslichen Polymeren durchzuführen. Der Auftrag von Polymerdispersionen ist nicht empfehlenswert.

Keramische Fliesen mit rutschhemmenden Eigenschaften (Sicherheitsfliesen) sollen die Trittsicherheit in Bereichen erhöhen, in denen hohe Ansprüche an die Begehsicherheit gestellt werden (Nassbereiche, Küchen, Industriebereiche).

Sie unterscheiden sich nach

  • keramischen Fliesen mit steinsplitterartiger Oberfläche,
  • keramischen Fliesen mit gesandeter Oberfläche,
  • keramischen Fliesen mit Profilelementen (Quadrate, Rundwaffel),
  • keramischen Fliesen mit Mikroporen

und lassen sich aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit nur schwer reinigen. Bei der Erstreinigung erfolgt die Zementschleierentfernung durch Nassscheuern unter Verwendung eines sauren Zementschleierentferners. Zum Schutz der kalkgebundenen Fugen muss vor- und nachgewässert werden. Verschmutzungen von säurebeständigem Verfugungsmaterial aus Epoxidharz lassen sich auf chemischem Wege nicht mehr beseitigen. Die Grundreinigung ist mittels Seifenreiniger oder Wischpflegemittel mit wasserlöslichen Polymeren oder mit einem Hochdruckreinigungsgerät (Kärcher) und Hochdruckreinigungsmitteln durchzuführen. Bei der Hochdruckreinigung ist neben dem Wasserdruck auch die Temperatur des Wasser für den Reinigungserfolg ausschlaggebend (kaltes Wasser bei Eiweißverschmutzungen). Auf das Auftragen von Polymerdispersionen wird verzichtet, da diese die Rutschhemmung beeinträchtigen.

Betonwerksteinböden

Betonwerksteinböden sind Betonplatten, deren Oberfläche steinmetzmäßig bearbeitet wurde. Verschiedenen Betonwerksteinen werden an der Oberseite unterschiedliche Körnungen (Granit, Muschelkalk, Basalt) verliehen. Die Grundreinigung von Betonflächen mit rauher Oberfläche erfolgt nach vorherigem Entfernen von aufliegendem Grobschmutz (Kehren, Absaugen) durch Nassscheuern. Zur Einpflege verwendet man ein Wischpflegemittel (seifenhaltig oder mit wasserlöslichen Polymeren). Werden jedoch auf porösen Böden Wischpflegemittel eingesetzt, dunkeln diese nach. Ist der Effekt unerwünscht, muss auf die Wischpflege verzichtet werden. Zur Reinigung eignen sich dann Alkoholreiniger. Die Reinigung von Betonflächen mit glatter Oberfläche erfolgt nach vorherigem Entfernen von aufliegendem Grobschmutz ebenfalls durch Nassscheuern. Es ist darauf zu achten, dass keine Kratzer entstehen. Soll das glänzende Aussehen erhalten bleiben, sollte auf die Wirkung von Pflegefilmen verzichtet werden. Zur Reinigung eignen sich besonders Alkoholreiniger in der Anwendungskonzentration 1:400 . Alkoholreiniger verhindern bei richtiger Anwendung und Konzentration sichtbare Wischspuren.

Methoden zur Reinigung von Textilienbelägen

Allgemeine Grundlagen

Textile Beläge können

  • lose verlegt,
  • vollflächig oder teilweise verklebt oder
  • verspannt

werden.

Lose verlegte Beläge sind bei einer Nassreinigung nur begrenzt formstabil. Generell sind alle textilen Bodenbeläge vor einer Nassreinigung auf ihre Reinigungsfähigkeit (Form, Farbechtheit) und der Untergrund (Holz, Asphalt, Beton, Estriche, etc.) zu prüfen. Voraussetzung für die Durchführung jeglicher Arten von Teppichreinigungen ist das vorherige Entfernen von Grobschmutz durch:

  • Absaugen oder
  • Bürstsaugen

Detachieren

Detachieren ist das Fleckentfernen mit Wasser und gegebenenfalls unter Verwendung von Reinigungschemie aus den textilen Belägen. Grundsätzlich sollten Flecken möglichst nach der Entstehung entfernt werden, um so höher ist der Reinigungserfolg. 90 Prozent aller Flecken lassen sich mit Wasser (also ohne zusätzliche Reinigungschemie) entfernen. Im Gegensatz dazu kann die Fleckentfernung auch mit speziellen Fleckentfernungsmitteln durchgeführt werden. Die so behandelten Flecke sind gut mit klarem Wasser nachzuspülen, um eine schnelle Wiederanschmutzung zu verhindern. Die Anwendung der unterschiedlichen Produkte zur Fleckentfernung ist den Gebrauchshinweisen des Herstellers zu entnehmen.

Zwischenreinigung

Die Zwischenreinigung ist eine Intensivreinigung mit dem Ziel,

  • den Zeitpunkt der Grundreinigung möglichst weit hinauszuschieben,
  • feuchtigkeitsempfindliche Beläge und Verlegearten in einer Art reinigen zu können, dass ein relativ gutes Ergebnis erzielt wird,
  • die Optik des Belages zu verbessern,
  • nach der Reinigung die sofortige Benutzung der gereinigten Flächen (da keine langen Trocknungszeiten) zu ermöglichen.

Die Methoden der Zwischenreinigung sind

  • Pulverreinigung,
  • Garnpadreinigung,
  • Faserpadreinigung und
  • Trockenshampoonierung

Bei der Pulverreinigung wird ein geeignetes Teppichreinigungspulver auf den Belag aufgestreut und mit Bürstenmaschinen einmassiert. Nach dem Trocknen des Pulvers erfolgt die Absaugung mit einer leistungsfähigen Bürstsaugmaschine. Da sich das Teppichreinigungspulver bei der Reinigung auf dem textilen Flächengebilde fest verankert und somit nicht mehr vollständig durch Saugen beseitigt werden kann, ist diese Methode nicht geeignet für Nadelvlies, hochflorige Beläge und rustikale Schlingenware (Berber). Die vermehrte Staubbildung, die bei der Reinigung mit Teppichreinigungspulver entsteht, kann bei Allergikern zu Problemen führen !

  • Bei der Garnpadreinigung wird eine Reinigungslösung auf den Belag versprüht. Die behandelte Fläche wird nach kurzer Einwirkzeit mit einer Einscheibenmaschine, die mit einem Garnpad bestückt ist, bearbeitet. Geeignet für alle Beläge; bei Nadelvliesen ist der Erfolg jedoch sehr begrenzt.
  • Bei der Faserpadmethode werden in Kombination mit Einscheibenmaschinen Faser-Padscheiben eingesetzt. Die Faser-Padscheiben werden mit Wasser angefeuchtet und/oder der Bodenbelag nebelfeucht besprüht und wie unter Punkt Garnpadreinigung beschrieben, weiter verfahren. Diese Methode ist geeignet für alle kurzflorigen Beläge, besonders für kurzflorige Velourbeläge, bei Nadelvlies ist der Reinigungserfolg eher mäßig.
  • Bei der Trockenshampoonierung wird Trockenschaum mit Hilfe eines Gebläses oder eines Kompressors, die als Zusatzgeräte an der Einscheibenmaschine befestigt sind, erzeugt und in den Flor des Belages einmassiert. Das Shampoo dient als Schmutzträger und wird mit einem Sauger (ggf. Nasssauger) abgesaugt. Dieses Verfahren ist für alle Belagsarten geeignet.

Grundreinigung durch Shampoonierung

Bei einer Grundreinigung durch Shampoonierung werden auch hartnäckige Verschmutzungen oder andere Rückstände, die das Aussehen des textilen Belages beeinträchtigen, entfernt.

Verfahren zur Grundreinigung sind

  • Nass-Shampoonierung,
  • Sprühextraktion (siehe Punkt Sprühextraktion),
  • Kombination beider Verfahren

Die Nassshampoonierung des Belages erfolgt mit speziellem Teppichshampoos. Im Gegensatz zur Trockenshampoonierung, wo der Schaum durch Gebläse bzw. Kompressor erzeugt wird, geschieht die Schaumerzeugung bei der Nassshampoonierung durch die zusammenwirkende Reibung von Bürste und textiler Belag. Die Shampoonierung mit der Ein- oder Mehrscheibenmaschine mit aufgesetztem Wassertank ist die häufigste Art der Grundreinigung. Der Tank wird mit Wasser gefüllt und mit Teppichshampoo gemäß Herstellerhinweisen (meist 1:6 bis 1:12) versetzt. Die Borsten der Shampoonierbürste erfassen die Fasern des Belages gleichmäßig von allen Seiten und bringen durch die starke mechanische Wirkung einen guten Reinigungseffekt. Der Schaum wird in der Bürste durch speziell ausgearbeitete Flüssigkeitskammern unter Ausnutzung der Rotation gefertigt.

Die Gefahr der Durchfeuchtung des textilen Belages ist mit dem in der Maschine gefertigten Schaum größer als mit dem vorgefertigten Schaum bei der Trockenshampoonierung.

Grundreinigung durch Sprühextraktion

Eine optimale Tiefenwirkung der Schmutzentfernung bei Teppichbelägen lässt sich durch die Shampoonierung nicht erzielen. Sie ist durch eine Sprühextraktion erreichbar. Bei dieser Methode wird die Reinigungsflüssigkeit über einen Druckschlauch mit Hilfe einer Druckdüse (Extraktionsgerät) auf den Belag gesprüht. Der in der Reinigungsflotte gelöste Schmutz wird fast gleichzeitig durch einen wenige Zentimeter hinter der Düsenleiste liegenden Saugschlitz (Saugdüse) durch Vakuum in den Schmutzwassertank geleitet. Geeignet ist die Sprühextraktion nur für feuchtigkeitsunempfindliche Beläge.

Merkmale der Sprühextraktion gegenüber der Nassshampoonierung:

  • nur geringe Reinigungsmittelrückstände im Teppichboden,
  • Restfeuchte ist sehr gering, da bis zu 90% je nach Art und Fasermaterial der eingesetzten Reinigungsflotte wieder abgesaugt werden,
  • gute Tiefenwirkung,
  • alle textilen Beläge können - sofern die Belagskonstruktion und Verlegeart eine Nassreinigung zulassen - gereinigt werden; diese Methode ist also auch für Langhaarteppiche (Flokatis), Kräuselvelours und Shags geeignet,
  • schlechteres Oberflächenbild, da nur mit geringer Mechanik (keine Bürsten) gearbeitet wird.

Neben der beschriebenen sogenannten Einstufen-Sprühextraktion kommen mehrstufige Methoden zur Anwendung. Beispiele sind die

  • Sprüh - Spülsaug - Extraktion und
  • Shampoonier - Spülsaug - Extraktion (Kombination Shampoonierung und Sprühextraktion)

Bei der Sprüh - Spülsaug - Extraktion wird ein Sprühextraktionsgerät verwendet. Die eingesprühte Fläche darf aber nicht antrocknen, deshalb wird nur abschnittsweise gearbeitet. Hartnäckige Verschmutzungen werden bei der Einstufenmethode bearbeitet. Anschließend füllt man den Reinwasserbehälter der Sprühextraktionsmaschine mit klarem Wasser und bearbeitet durch Spülen die Belagfläche wie bei der Einstufenmethode nach der Bedienungsanleitung des Herstellers. Vorteil der Sprüh - Spülsaug - Extraktion gegenüber der Einstufenmethode ist ein noch besserer Reinigungseffekt sowie schnellere Arbeitsweise, weil die Reinigungschemie eine optimale Wirkung erreicht. Ein weiterer Vorteil ist die restlose Entfernung des Reinigungsmittels von der Faser, so dass eine mögliche Wiederanschmutzung zusätzlich reduziert wird.

Bei der Shampoonier - Spülsaug - Extraktion arbeitet man in der ersten Arbeitsstufe wie bei der Shampoonierung beschrieben. Anschließend wird mit dem Sprühextraktionsgerät - evtl. unter Zusatz eines Entschäumers im Schmutzwasserbehälter - spülgesaugt.

Zu den Methoden der Unterhaltungsreinigung gehören

Feuchtwischen

Das Feuchtwischen ist ein staubbindendes Wischen in einer Arbeitsstufe mit nebelfeuchten oder präparierten Reinigungstextilien (Scheuertuch, Mop) von lose aufliegendem Feinschmutz (Staub, Flaum) und in geringem Umfang auch für aufliegenden Grobschmutz (Papierknäuel, Pappbecher, etc.) und anschließende Aufnahme des Schmutzes in ein Behältnis.

Nasswischen

Das Nasswischen ist die manuelle Nassreinigung mit Reinigungstextilien zur Beseitigung von haftenden Verschmutzungen (Getränkeflecken, Straßenschmutz, etc.). Diese Methode kann auch unter Verwendung von geeigneten Mitteln zur desinfizierenden Fußbodenreinigung eingesetzt werden; unter Verwendung von Wischpflegemitteln erzielt man gleichzeitig einen Pflegeeffekt. Das Nasswischen wird in zwei Arten unterteilt:

Nasswischen einstufig

Der Belag wird in einem Arbeitsgang mit entsprechend der Verschmutzung entwässerten (ausgewrungenen bzw. gepressten) Reinigungstextilien gereinigt. Die bei diesem Arbeitsgang zurückbleibende Flüssigkeit lässt man abtrocknen. Dem Wischwasser können neben Reinigungsmitteln auch Wischpflege oder Desinfektionsmittel zugegeben werden.

Nasswischen zweistufig

Die Zweistufenmethode stellt das klassische Nasswischverfahren dar. Beim ersten Arbeitsgang wird mit einer Reinigungstextilie so viel Reinigungsflüssigkeit auf den Belag gebracht, dass haftende, wassergebundene Verschmutzungen aufgeweicht bzw. abgelöst werden. In der zweiten Arbeitsstufe wird die überschüssige Schmutzflüssigkeit wieder mit Reinigungstextilien aufgenommen.

Der Reinigungseffekt ist wesentlich besser als beim einstufigen Nasswischen, außerdem trocknet das Wischwasser schneller ab, so dass die Rutschgefahr wesentlich vermindert wird.

Saugen

Trockenes Absaugen von lose aufliegenden oder schwach haftenden Verschmutzungen mittels Staubsauger. In der Regel wird das saugen ausschließlich auf textilen Belägen (Teppichböden) angewandt.

Bürstsaugen

Bürstsaugen ist das mechanische Bürsten des Belages bei gleichzeitigem Aufsaugen von losen oder durch das Bürsten gelösten Verschmutzungen mittels Bürstsauger. Dieses Verfahren kommt ebenfalls auf textilen Belägen zur Anwendung.

Nebenarbeiten zur Unterhaltseinigung von Büro- und Verkehrsflächen

Abfallbehälter (Papierkörbe) entleeren

Zur Verhinderung von starken Abnutzungen der Behälter verwenden wir Kunststoffbeutel, die in der Regel täglich entleert und bei Bedarf ausgewechselt werden. Im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten wird der Abfall getrennt nach Glas, Pappe und Papier, Kunststoffe (Grüner Punkt) und nicht wiederverwertbarer Müll der Wiederverwertung zugeführt. Nach gewissen Zeitabständen sind die Abfallbehältnisse feucht zu reinigen.

Aschenbecher

Bei der laufenden Reinigung sind Aschenbecher täglich zu entleeren und feucht mit einem Schwammtuch auszuwischen. Vor dem Entleeren ist unbedingt darauf zu achten, dass sich keine Glut im Aschenbecher befindet, da sonst die Gefahr eines Brandes entsteht.

Fensterbänke, Fensterbretter

Sie bestehen aus verschiedenen Materialien wie z.B. Natur- oder Kunststein, Metall, Kunststoff oder Holz. Bei der laufenden Reinigung werden sie wöchentlich oder 14-tägig (siehe Leistungsverzeichnis) mit einem feuchten Raumpflegetuch gereinigt. Voraussetzung dafür ist das vorherige Abräumen der Fensterbänke durch den Nutzer des Raumes, da für eventuelle Beschädigungen abgestellter Gegenstände bzw. Blumentöpfe keine Haftung übernommen wird.

Schreibtische

Schreibtischflächen sind keinesfalls durch das Reinigungspersonal zu beräumen. Gegebenenfalls kann der Schreibtisch nicht gesäubert werden. Lackierte Flächen sind mit entsprechenden Möbelpolituren zu reinigen bzw. Griffspuren zu beseitigen. Unlackierte Holzoberflächen können nur entstaubt werden. Dazu eignet sich am besten ein Staubsauger mit Pinselaufsatz oder Staubwischtücher, Vliestücher oder Lederlappen. Die meisten Schreibtischflächen sind kunstharzbeschichtet. Sie sind sehr anfällig gegenüber Griffspuren und Fingerabdrücken. Diese fetthaltigen Verschmutzungen wandern im Laufe der Zeit in die Kunststoffflächen ein und lassen sich nur mit einem sehr hohen Aufwand entfernen. Zur Reinigung eigen sich besonders Alkoholreiniger auf einem angefeuchtetem Mikrofasertuch.

Heizkörper

Heizkörper werden zur Staubbeseitigung mit speziellen Heizkörperbürsten oder Staubwedeln bearbeitet. Haftende Verschmutzungen lassen sich mit einem Allzweckreiniger bzw. Spülmittel unter Verwendung eines Schwammtuches entfernen.

Türen

Türen werden in der Regel einmal wöchentlich durch feuchtes Wischen mit einem Schwammtuch (bei empfindlichen Flächen mit einem Mikrofasertuch) gereinigt. Dabei sind Fingerabdrücke und Griffspuren sowie sonstige Verschmutzungen zu beseitigen. Ein Nachpolieren der Türklinken ist empfehlenswert.

Telefone und sonstige Technik

Telefongeräte werden meist wöchentlich gesäubert. Die Oberflächen sind mit einem Schwammtuch mit sehr wenig Feuchtigkeit oder mit speziellen Mikrofasertüchern zu reinigen. Besondere Obacht gilt den Bedienfeldern. Andere technische Ausstattungsgegenstände sind nur nach gesonderter Beauftragung zu reinigen. Die Vorgehensweise hierzu ist nach Absprache mit dem Auftraggeber zu erläutern.

Sanitärreinigung

Einrichtung und Ausstattung im Sanitärbereich

  • Toilettenbecken
  • Urinale
  • Trennwände
  • Waschbecken
  • Handtuchhalter und Seifenspender
  • Armaturen
  • Fliesenböden und -wände
  • Duschen
  • Bäder/ Schwimmbäder
  • Abfall- und Hygienebehälter

Besondere Gegebenheiten in Sanitärbereichen

Sanitärräume sind kritische Bereiche in der Gebäudereinigung. Folgende Faktoren sind ausschlaggebend:

  • Keimschleppung durch den Menschen; Infektkette,
  • ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen durch Wärme, Feuchtigkeit, räumliche Nischen, organischen Substanzen (Schmutz) als Nährstoff daher optimale Vermehrung,
  • spezielle Verschmutzungen wie z.B. Kalk, Urinstein, Exkremente, Rost, Braunstein,
  • aggressive Reinigungsmittel müssen eingesetzt werden, die die Materialien der Oberflächen angreifen könnten

Besonders in Toilettenanlagen können sich sehr leicht bakterielle Ansiedlungen und Geruchsquellen bilden. Hier sind nicht nur die sichtbaren Stellen von Bedeutung, sondern auch die schwer zugänglichen wie Hohlräume, Wassermulden und Windungen. Dazu kommen Abflusswege, Gullys, Ritzen und Winkel der Kachelwände und Fußböden.

Kontaktdaten

Gebäudereinigung & Service Michael Warthul
Pistoriusstraße 85, 13086 Berlin

Tel.
+49 (0) 30 / 44 23 915
Fax
+49 (0) 30 / 44 23 916
Mobil
0177 7509855

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